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Wilderei und illegaler Wildtierhandel

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Angesichts der globalen Handelsströme bieten die Vereinten Nationen das natürliche Forum, um effektiv gegen Wilderei und Wildtierhandel vorzugehen.

Untersuchungen des Sekretariats des Internationalen Artenschutzabkommens (CITES) zeigen, dass sich die Zahl illegal getöteter Elefanten und Nashörner in den letzten Jahren dramatisch erhöht hat, sodass schätzungsweise weniger als 28.000 Nashörner in Afrika und Asien zu finden sind. Grund dafür ist die deutlich gestiegene Nachfrage nach illegalen Wildtierprodukten wie zum Beispiel Elfenbein und eine entsprechende Zunahme des illegalen Handels. Wenn sich das Töten geschützter Wildtiere weiter im derzeitigen Tempo fortsetzt, könnten Elefanten und Nashörner bald in bestimmten Regionen vollständig ausgerottet sein.

Neben diesen gravierenden Auswirkungen auf die Biodiversität stellen Wilderei, Wildtierhandel und der damit oft eng verbundene Waffenhandel durch kriminelle Netzwerke eine wachsende Herausforderung auch für Frieden und Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und die wirtschaftliche Entwicklung betroffener Staaten dar. Die VN bieten ein geeignetes Forum, um diese Probleme zu adressieren und Lösungen zu koordinieren.

Seit der 69. VN-Vollversammlung im Jahr 2014 in New York wird jährlich eine Resolution zur Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels mit Wildtieren verabschiedet.

Der Kampf gegen Wilderei und Wildtierschmuggel, vor allem in Afrika, ist nicht nur eine Aufgabe des Artenschutzes, sondern auch der Außen- und Sicherheitspolitik. Dass durch Erlöse aus Wilderei oft weitere kriminelle Aktivitäten finanziert werden, gefährdet die Entwicklung vieler Staaten Afrikas und birgt die Gefahr der Destabilisierung.

Die Resolution ist wichtiger Ausdruck des deutschen Engagements für Afrika in den VN und stellt ein klares Bekenntnis der Weltgemeinschaft zum gemeinsamen, verstärkten Einsatz gegen den dramatischen Anstieg von Wilderei und illegalem Wildtierhandel dar. Wichtige Ziele der Resolution sind unter anderem die Verbesserung der Strafverfolgung, die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Korruption und Geldwäsche sowie die Reduzierung der Nachfrage nach illegalen Produkten.

Der verbotene Handel mit geschützten Tier-und Pflanzenprodukten rangiert weltweit an vierter Stelle in der Organisierten Kriminalität hinter Drogenhandel, Menschenhandel und Produktpiraterie. Der Umsatz wird auf mindestens 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt.

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