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Die Gruppe der 20 (G20)

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1999 trafen sich erstmals die Finanzminister und Zentralbankgouverneure der 19 größten Volkswirtschaften sowie ein Vertreter der EU und der Europäischen Zentralbank, um wichtige Themen der Weltwirtschaft zu diskutieren. Sie bilden die G20, bestehend aus den G7-Staaten sowie Argentinien, Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, der Türkei und der EU.

Die G20 ist ein informelles Forum. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise und auf Beschluss der führenden Industrie- und Schwellenländer wurde sie zum wichtigsten Koordinierungsgremium für Wirtschafts- und Finanzfragen. Zusätzlich zu den Treffen der Finanzminister begegnen sich auf G20-Ebene inzwischen auch die Staats- und Regierungschefs. Die Bundesregierung setzt sich seit langem dafür ein, Entwicklungsfragen innerhalb der G20 stärker zu thematisieren.

Die G20-Staaten erwirtschaften mehr als 85 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, wickeln drei Viertel des Welthandels ab und stellen rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Im Vordergrund der entwicklungspolitischen Themen stehen die Umsetzung der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens.

2017 fand unter der deutschen Präsidentschaft der G20-Gipfel in Hamburg statt. Hier hat sich die G20 geschlossen hinter nachhaltige Entwicklung und die ehrgeizige Umsetzung der Agenda 2030 gestellt. Sie verabschiedete hierfür das „Hamburg Update“ sowie die „Hamburg Principles“ zur Mobilisierung privaten Kapitals. Im „Hamburg-Update“ werden die kollektiven Verpflichtungen der G20 zur Umsetzung der Agenda 2030 zusammengefasst und es unterstützt die zentrale Rolle des HLPF. Weiterhin hat die G20 auf dem Gipfel in Hamburg einen freiwilligen Peer-Learning-Prozess bei der Umsetzung der Agenda 2030 ins Leben gerufen und einen Fortschrittsbericht verabschiedet, der Rechenschaft über die Umsetzung bisheriger Entwicklungszusagen der G20 leistet.

Weitere wichtige Themen der deutschen G20-Agenda 2017 waren u.a. die Rolle von Frauen im Wirtschaftsleben. Um diese zu stärken, rief die G20 auf dem Gipfel in Hamburg einen Fonds zur Unterstützung von Unternehmerinnen in Entwicklungsländern ins Leben. Zur Stärkung der Zusammenarbeit mit Afrika wurde eine Partnerschaft mit Afrika beschlossen, in der die G20 ihre Verantwortung für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Afrika betont, sich für die Bekämpfung von Armut und damit auch von Fluchtursachen in Afrika einsetzt und in einzelnen Initiativen mit reformorientierten Staaten vorangeht.

Zudem waren die Ernährungssicherheit, nachhaltige Wasserbewirtschaftung und Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum wichtige Themen.

 

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