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Vierjahresbericht Humanitäre Hilfe: Deutschland einer der größten Unterstützer weltweit

Deutsches Rotes Kreuz - Verteilung von Nahrungmittelpaketen in Qoub Elias, Libanon.

Deutsches Rotes Kreuz - Verteilung von Nahrungmittelpaketen in Qoub Elias, Libanon., © Rouven Brunner/DRK

08.11.2018 - Artikel

Deutschland hat seine humanitäre Hilfe in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Der Bericht zeigt inhaltliche Schwerpunkte, Fokusregionen und Hintergründe

Am 07.11. hat das Bundeskabinett den „Bericht der Bundesregierung über die deutsche humanitäre Hilfe im Ausland 2014-2017“ verabschiedet.

Weltweit sind immer mehr Menschen von humanitären Notlagen und Krisen betroffen und benötigen deshalb humanitäre Hilfe. Deutschland setzt sich seit vielen Jahren mit seiner humanitären Hilfe dafür ein, das Leiden dieser Menschen zu lindern.

Bärbel Kofler, die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, betonte die Bedeutung des deutschen Engagements:

Deutschland stellt sich seiner Verantwortung, notleidenden Menschen weltweit zu helfen. Das zeigt der heute verabschiedete Bericht über unsere humanitäre Hilfe der letzten Jahre. Deutschland hat seine humanitäre Hilfe seit 2014 vervierfacht und war 2017 mit rund 1,7 Milliarden Euro der zweitgrößte staatliche Geber weltweit.

Wie kommt die deutsche Hilfe bei den Betroffenen an?

Verteilung von Babykits in Irbid, Jordanien.
Verteilung von Babykits in Irbid, Jordanien.© René Schulthoff/DRK

Regional hat die Bundesregierung in den letzten Jahren insbesondere humanitäre Hilfe für Menschen in Syrien und dessen Nachbarländern sowie in Irak und Jemen unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt waren komplexe und langandauernde humanitäre Krisen in Afrika. Dazu gehören u.a. Notlagen am Horn von Afrika, in Südsudan, in der Sahelzone sowie in der Demokratischen Republik Kongo. Insgesamt stellte Deutschland von 2014 bis 2017 rund 3,97 Mrd. Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen bereit.

In den betroffenen Regionen unterstützt die deutsche humanitäre Hilfe insbesondere Personen auf der Flucht und hilft, die Gesundheitsversorgung sowie Zugänge zu ausreichend Nahrungsmitteln sicherzustellen. Humanitäres Minen- und Kampfmittelräumen ist ein weiterer Schwerpunkt.

Das globale humanitäre System effizienter und effektiver machen

Arbeiter Samariter Bund - Sauberes Wasser für obdachlos gewordene Menschen in Haiti
Arbeiter Samariter Bund - Sauberes Wasser für obdachlos gewordene Menschen in Haiti© ASB/dpa

Der deutsche Einsatz geht über das finanzielle Engagement hinaus. Die Bundesregierung trägt dazu bei, das internationale humanitäre Systems weiterzuentwickeln. Dies geschieht z.B. durch Vereinbarungen bei Gipfeln wie dem Humanitären Weltgipfel 2016, durch die Abstimmung mit anderen Staaten in Steuerungsgremien internationaler Organisationen und durch die Entwicklung von Finanzierungsmechanismen wie dem Nothilfefonds der Vereinten Nationen (CERF). Ein Bereich, der immer wichtiger wird und in dem Deutschland Vorreiter ist, ist dabei die sogenannte „vorausschauende humanitäre Hilfe“. Hier entwickelt Deutschland mit Partnern wie der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung Möglichkeiten, Menschen bereits von dem Eintritt von Krisen oder Naturkatastrophen zu helfen und so Leid zu verhindern und zu verringern. Das ist effektiver und kosteneffizienter.

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