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Korridore für Frieden schaffen

Ein UNMAS-Team in Irak bereitet sich auf einen Einsatz vor.

Ein UNMAS-Team in Irak bereitet sich auf einen Einsatz vor., © Cengiz Yar / UNMAS

30.01.2020 - Artikel

In den von IS-befreiten Gebieten in Irak sind Minen und Sprengfallen immer noch eines der größten Hindernisse für eine Rückkehr der geflüchteten Bevölkerung. Der Minenaktionsdienst der Vereinten Nationen leistet mit deutscher Unterstützung einen zentralen Beitrag zur Stabilisierung des Landes.

Unsichtbare Gefahr

Die Hinterlassenschaften der IS-Terrorherrschaft und ihrer Vertreibung stecken im Boden, aber auch unter Trümmern und Schutt: Minen, Sprengfallen und andere explosive Güter wie Blindgänger oder Sprengstoffwesten finden sich überall in Gebieten, die durch die Anti-IS Koalition befreit wurden. Sie erschweren Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten und stellen ein großes Hindernis für die Rückkehr von Binnenvertriebenen dar. In vielen Gemeinschaften wirkt diese Hinterlassenschaft anhaltend destabilisierend: die unsichtbare Gefahr bleibt und damit auch die Erinnerung an die Terrororganisation IS. Ein Neustart ist für die tief traumatisierte Gesellschaft kaum möglich, wenn es jederzeit zu Toten und Verletzten durch versteckte Sprengsätze kommt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Irak ist eines der Haupteinsatzgebiete des Minenaktionsdienstes der Vereinten Nationen (United Nations Mine Action Service, UNMAS). UNMAS räumt mit eigenem Personal in von IS-befreiten Gebieten in den Regionen durch die Terrororganisation hinterlassene Minen und Sprengsätze und unterstützt die irakische Regierung dabei, staatliche Strukturen im Bereich der Minenräumung zu schaffen. Nachhaltige Stabilisierung bedeutet aber vor allem eine enge Einbindung der Rückkehrenden. Deshalb klärt UNMAS die Zivilbevölkerung in betroffenen Gebieten über die Gefahren durch verdeckte Sprengmittel auf.

Nachhaltige Stabilisierung

Aus Sicht der Bundesregierung sind die Minenräumungs- und Trainingsprogramme von UNMAS ein zentraler Beitrag für die Bemühungen der irakischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft für die nachhaltige Stabilisierung Iraks und Rückkehr der von IS vertriebenen Bevölkerung. Das Auswärtige Amt hat die Arbeit von UNMAS im Rahmen der deutschen Stabilisierungshilfe in Irak seit 2016 mit insgesamt 43,2 Mio. Euro gefördert. Außenminister Maas zur anhaltenden deutschen Unterstützung:

Ohne Minenräumen keine Rückkehr. UNMAS schafft Korridore für den Frieden. Um sie offen zu halten, wird Deutschland sich weiter für die Stabilisierung der von IS befreiten Gebiete einsetzen.

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