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Friedensstifter und Mutmacher: Maas ehrt Peacekeeper

Außenminister Maas, Staatssekretär Vitt (BMI) und Staatssekretär Zimmer (BMVg) mit den Preisträgern und Preisträgerinnen

Außenminister Maas, Staatssekretär Vitt (BMI) und Staatssekretär Zimmer (BMVg) mit den Preisträgern und Preisträgerinnen, © Janine Schmitz/photothek.net

06.06.2019 - Artikel

Von Afghanistan über Mali bis hin zu Albanien: Neun deutsche Peacekeeper wurden heute für ihre Arbeit in Friedensmissionen auf der ganzen Welt ausgezeichnet.

Sie bilden Sicherheitskräfte in Afghanistan aus, schützen die Zivilbevölkerung in Mali oder sind als Soldatinnen und Soldaten im Einsatz in Friedensmissionen der Vereinten Nationen, EU, OSZE oder NATO: weltweit arbeiten Peacekeeper in fragilen Staaten und Krisenregionen für den Frieden.

Stellvertretend für die mehr als 3000 Deutschen, die an internationalen Friedensmissionen teilnehmen, werden heute neun Peacekeeper geehrt: im Auswärtigen Amt zeichnen Außenminister Heiko Maas, Staatssekretär Klaus Vitt aus dem Innenministerium und Staatssekretär Benedikt Zimmer aus dem Verteidigungsministerium je drei Soldatinnen und Soldaten, Polizistinnen und Polizisten sowie zivile Expertinnen und Experten für ihren Einsatz aus.

Kerstin Bartsch, Sebastian Frowein, Claudia Vollmer: zivile Peacekeeperinnen und Peacekeeper

Für das Auswärtige Amt wurden drei zivile Expertinnen und Experten entsandt, die heute geehrt werden: Kerstin Bartsch ist als Beraterin für die Bekämpfung des Menschenhandels im Einsatz in Niger, Sebastian Frowein arbeitet als Experte für den Schutz der Zivilbevölkerung in Mali. Claudia Vollmer unterstützt die Demokratisierung in Albanien, zum Beispiel durch die Förderung von Frauen und der Zivilgesellschaft.

Multidimensionale Friedenseinsätze

Außenminister Heiko Maas spricht am Tag des Peacekeepers
Außenminister Heiko Maas spricht am Tag des Peacekeepers© Janine Schmitz/photothek.net

Zivile Friedensexpertinnen und –experten spielen eine zentrale Rolle, denn: Konflikte können allein militärisch oft nicht gelöst werden. Zivile Helferinnen und Helfer arbeiten in Krisenstaaten eng mit lokalen Akteuren zusammen, um die Lage zu stabilisieren, also die Sicherheit der Menschen zu verbessern und staatliche Strukturen wiederaufzubauen.

In den meisten Friedenseinsätzen internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Europäischen Union oder der OSZE arbeitet uniformiertes und nicht-uniformiertes Personal deshalb Hand in Hand. Viele internationale Friedenseinsätze etwa der EU oder der Vereinten Nationen sind heute multidimensional: Militär, Polizei und zivile Expertinnen und Experten sichern gemeinsam Frieden, setzen das Mandat um und bearbeiten den Konflikt –  wie etwa in Mali, wo sowohl Militär und Polizei ausgebildet, aber auch verlässliche rechtsstaatliche Strukturen wieder aufgebaut werden sollen, damit der Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit und Regierungsdienste bieten kann.

ZIF – Zentrum für Internationale Friedenseinsätze

Zivile Expertinnen und Experten werden in Deutschland im Auftrag der Bundesregierung durch das ZIF entsandt, das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze. Die Aufgabe des ZIF ist es, zivile Kapazitäten zur Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung zu stärken. Das Kernmandat des ZIF ist die Qualifizierung, Bereitstellung, Vermittlung und Betreuung von Zivilpersonal für internationale Friedens- und Wahlbeobachtungseinsätze, u.a. durch Aufbau und Pflege eines Expertenpools von deutschem Fachpersonal (ZIF-Personalpool). Derzeit werden jährlich ca. 150 Expertinnen und Experten für Friedensmissionen und ca. 300 Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter entsandt. Das ZIF erarbeitet darüber hinaus Analysen und konzeptionelle Beiträge zu den Themen Peacekeeping und Peacebuilding.

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