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Außenminister Maas vor Abreise nach Sudan und Kongo

02.09.2019 - Pressemitteilung

Vor seiner Reise nach Sudan und Kongo erklärte Außenminister Heiko Maas heute (02.09.):

Sudan steht an einem Wendepunkt seiner Geschichte. Mit unnachgiebigem, friedlichem Protest haben die Menschen auf den Straßen eine zivil geführte Regierung eingefordert. Seit wenigen Wochen haben wir nun ein Abkommen zwischen Militärrat und Opposition, wie die Zukunft Sudans gestaltet werden soll.

Ich freue mich ganz besonders darauf, in Khartum mit Vertreterinnen und Vertretern der Protestbewegung ins Gespräch zu kommen und ihnen meine höchste Wertschätzung auszusprechen.

Die neue Führung des Landes wollen wir bei der großen Aufgabe unterstützen, das Land nun zu öffnen, zu reformieren und auf echte demokratische Wahlen vorzubereiten. Wir wollen, dass Sudan diese historische Chance nutzen kann und dafür - nach Jahren der Isolation - die nötige Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bekommt.

Auch in Kongo werden derzeit entscheidende Weichen für die künftige Entwicklung des Landes gestellt. Ich begrüße sehr, dass sich Präsident Tshisekedi dem Wunsch der Kongolesinnen und Kongolesen nach Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse stellen will. Für seinen Reformkurs kann er auf unsere Unterstützung zählen.

Kongo zeigt aber auch wie kaum ein anderes Land, wie sehr die internationale Gemeinschaft nach wie vor gefordert ist, um die Folgen ungelöster Konflikte zu bewältigen. In Goma möchte ich mir im Vorfeld der anstehenden Mandatsverlängerung im Sicherheitsrat ein Bild von der Arbeit der weltgrößten UN-Friedensmission Monusco machen. Ich will auch herausfinden, wie Deutschland noch zielgerichteter helfen kann, die entsetzliche Ebola-Epidemie zu bekämpfen.

Ein besonderes Anliegen ist mir der Besuch im Krankenhaus von Dr. Denis Mukwege, der unschätzbare Arbeit für die Opfer von sexualisierter Gewalt leistet. Mit der Resolution 2467 haben wir diesem Thema im Sicherheitsrat wieder Beachtung verschafft. Deutschland wird sich mit vollem Einsatz auch bei der Umsetzung der Resolution einbringen und dafür sorgen, dass Helfer wie Dr. Mukwege die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.
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