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Maas im Sicherheitsrat: Auftakt in New York

Außenminister Maas im UN-Hauptquartier in New York.

Außenminister Maas im UN-Hauptquartier in New York., © Xander Heinl/photothek.net

24.01.2019 - Artikel

Zu Beginn der zweijährigen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat unterstreicht der Außenminister den deutschen Gestaltungswillen. Insbesondere zu den Folgen des Klimawandels für die Sicherheit und der Bekämpfung sexualisierter Gewalt setzt Deutschland Akzente.

Außenminister Maas ist am Donnerstag (24.01.) nach New York gereist, um Deutschland im UN-Sicherheitsrat zu vertreten. Im Hauptquartier der Vereinten Nationen setzt Maas ein Signal, um mehr Aufmerksamkeit auf zwei gravierende sicherheitspolitische Probleme zu lenken.

Sicherheitsrisiko Klimawandel

Dabei geht es zum einen um den Klimawandel: Die globale Erwärmung sorgt dafür, dass rund um den Globus lebenswichtige Ressourcen knapper werden. Der Wettstreit um Weideflächen, Land oder Wasser, der schon heute vielen Konflikten zugrunde liegt wird sich verschärfen. Verteilungskämpfe werden sich zu einem immer größeren Sicherheitsrisiko entwickeln. Darum will Deutschland den Sicherheitsrat dazu bringen, sich in Zukunft stärker mit dem Klimawandel als Sicherheitsrisiko auseinanderzusetzen. Vor dem Gremium wird Maas dafür werben, Klimarisiken kontinuierlich zu analysieren und ein Frühwarnsystem aufzubauen.

Sexualisierte Gewalt darf nicht straflos bleiben

Inoffizielles Treffen der Sicherheitsratsmitglieder zum Thema sexualisierte Gewalt in Konflikten unter Leitung von Außenminister Maas.
Arria-Treffen der Sicherheitsratsmitglieder zum Thema Frauen, Frieden und Sicherheit im Nahen und Mittleren Osten unter Leitung von Außenminister Maas.© Xander Heinl/photothek.net

Ein weiteres Kernanliegen Deutschlands ist es, sexualisierte Gewalt in Konflikten besser zu bekämpfen. In Kriegen wird Vergewaltigung oftmals gezielt als Waffe eingesetzt - nicht nur gegen Frauen und Mädchen, sondern auch gegen Jungen und Männer. Über Jahrzehnte hinweg war das Thema in der internationalen Gemeinschaft ein blinder Fleck. Außenminister Maas will darum jetzt erreichen, dass sich der Sicherheitsrat noch stärker mit dem Thema befasst und effektivere Gegenstrategien entwickelt. Deutschland will so beispielsweise Initiativen unterstützen, die sexuelle Gewalt in Kriegen dokumentieren und die Täter zur Rechenschaft ziehen.

Teilhabe für nachhaltigen Frieden

Die Bundesregierung setzt sich außerdem dafür ein, die Rolle von Frauen in Friedensprozessen zu stärken. Denn Experten sind sich einig: Nur wenn Frauen gleichberechtigt dabei mitwirken können, Konflikte zu lösen und Differenzen zu überwinden ist nachhaltiger Frieden möglich.

Zum Weiterlesen

Statement von Außenminister Heiko Maas anlässlich des Arria-Treffens des VN-Sicherheitsrats: „What´s next for Women, Peace and Security in Middle East and North Africa“

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