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Außenminister Maas vor seiner Abreise nach New York und Kanada

12.08.2019 - Pressemitteilung

Außenminister Heiko Maas sagte vor seiner Abreise nach New York und Kanada heute (12.08):

Wenn wir nicht vernetzt und global die schwierigen Aufgaben der nächsten Jahre und Jahrzehnte angehen, werden am Ende alle verlieren. Zuerst die Schwächsten – am Ende aber auch die Starken. Ohne eine starke globale Ordnung werden wir nicht bestehen.

Ich breche heute nach New York und nach Kanada auf, damit wir vorankommen, zunächst bei Fragen, die vor allem die Schwächsten betreffen: Ich werde unter Vorsitz meines polnischen Amtskollegen an einer Sitzung des Sicherheitsrats zum Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten teilnehmen. Auch siebzig Jahre nach Verabschiedung der Genfer Konventionen sind geschützte Personen tagtäglich Opfer von Gräueltaten und Willkür. Die Staatengemeinschaft muss handeln, damit der Tabubruch nicht zum Dauerzustand wird.

Auch der Klimawandel birgt erhebliches Konfliktpotenzial. Um es zu entschärfen, brauchen wir funktionierenden Dialog und gemeinsame Regeln - und zwar jetzt, bevor sich neue Konflikte Bahn brechen. In der Arktis schreitet der Klimawandel besonders schnell voran, einschneidende Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten lassen sich dort bereits erahnen.

Im Alleingang lassen sich globale Probleme nicht mehr lösen. Wir haben deshalb gemeinsam mit Kanada, Frankreich und anderen eine Allianz all derer vorgeschlagen, die dem Multilateralismus verpflichtet sind und die Probleme gemeinsam und pragmatisch angehen wollen. Mit Chrystia Freeland will ich auch darüber sprechen, wie wir dieses Netzwerk ausbauen und operationalisieren.
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