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Menschenrechtsbeauftragte Kofler zum Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung

21.03.2019 - Pressemitteilung

Anlässlich des Internationalen Tages zur Überwindung von Rassendiskriminierung (21.03.) erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler: 

Dieses Jahr jährt sich zum 50. Mal das Inkrafttreten des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von rassistischer Diskriminierung. Es verbietet jede Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Abstammung, nationaler und ethnischer Herkunft. 179 Staaten sind ihm mittlerweile beigetreten. Eigentlich ist dies ein Grund zum Feiern.

Rassismus ist aber auch 50 Jahre später ein weltweites Phänomen, leider auch in Deutschland. Aus rassistischen Motiven werden tagtäglich Menschen diskriminiert, ausgegrenzt, angefeindet. Das grausame Attentat auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch letzte Woche demonstriert, zu was Rassismus und Hass gegenüber Fremden führen kann.

Für die Bundesregierung ist es ein zentrales Anliegen, dazu beizutragen, dass Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ein Ende finden. Nicht zuletzt aufgrund unserer Geschichte haben wir eine Verantwortung, entschlossen gegen Antisemitismus  und Rassismus in all seinen Formen, gegen, Islamfeindlichkeit und Antiziganismus vorzugehen.

Jeder Einzelne kann seinen Teil dazu beitragen, dass niemand aufgrund seines Aussehens, seiner Herkunft oder seines Namens diskriminiert wird. Zur Zivilcourage gehört, sich gegen rassistische Meinungen und Kommentare auszusprechen, denn diese haben im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr.

#ICERD

http://internationale-wochen-gegen-rassismus.de/

Hintergrund:

Der heutige Gedenktag ist eine Erinnerung an das Massaker von Sharpeville in Südafrika, wo am 21. März 1960 eine friedliche Demonstration gegen ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen wurde. 69 Menschen verloren ihr Leben und hunderte wurden teils schwer verletzt. Sechs Jahre später haben die Vereinten Nationen den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen.

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