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Das Auswärtige Amt nimmt Kurs auf die COP25 in Madrid – Briefing im Vorfeld der 25. Klimakonferenz der Vereinten Nationen

Außenminister Maas und Umweltministerin Schulze mit internationalen Partnern beim Vorbriefing zur COP25-Klimakonferenz im Auswärtigen Amt, 14.11.19

Außenminister Maas und Umweltministerin Schulze mit internationalen Partnern beim Vorbriefing zur COP25-Klimakonferenz im Auswärtigen Amt, 14.11.19, © Felix Zahn/photothek.net

14.11.2019 - Artikel

Klimawandel ist inzwischen zu einer Bedrohung für Frieden und Sicherheit geworden. Klimapolitik ist daher nicht mehr nur reine Umweltpolitik. Sie muss auch die Außenpolitik prägen.

Von der COP25 soll ein klares Signal für mehr Ambitionen im Klimaschutz ausgehen. Bereits auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September hatten sich 66 Staaten, darunter auch Deutschland, zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt. Das bedeutet, dass sie die Netto-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf Null senken wollen.

Alle Vertragsstaaten sind aufgerufen, ihre Pariser Klimaziele im nächsten Jahr zu überprüfen und möglichst zu erhöhen. Das gilt auch für die EU mit ihrem bisherigen Ziel einer Treibhausgasminderung um 40% im Vergleich zu 1990. Gleichzeitig müssen alle Staaten gemäß den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens Klimalangfriststrategien vorlegen. Die Staats- und Regierungschefs der EU werden daher zeitgleich zur COP die Beratungen über die Langfriststrategie der EU auf dem Europäischen Rat am 12./13. Dezember fortsetzen. Deutschland setzt sich zusammen mit der großen Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten dafür ein, das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 in der Strategie zu verankern.

COP25-Briefing im Auswärtigen Amt

Bereits zum zehnten Mal lädt das Auswärtige Amt am 14. November zusammen mit dem Bundesumweltministerium und dem Deutschen Klima-Konsortium die deutsche Klima-Community ein, um über die 25. Klimakonferenz zu informieren und über aktuelle Fragen der deutschen, europäischen und internationalen Klimapolitik zu diskutieren. Neben Bundesaußenminister Maas und Bundesumweltministerin Schulze werden u.a. Luisa Neubauer, Fridays for Future Deutschland, und Prof. Dr. Johann Rockström, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, mit dabei sein.

Nach der Absage von Chile wird die COP25 nun vom 2. bis 13. Dezember in Madrid stattfinden. Das Auswärtige Amt unterstützt hier mit 300.000 Euro. Chile hat weiterhin die COP-Präsidentschaft inne und wird die Verhandlungsführung übernehmen. Auf der COP24 im polnischen Katowice war es der Staatengemeinschaft gelungen, sich auf ein umfassendes Regelbuch zur Umsetzung des Übereinkommens von Paris zu verständigen. Auf dieser Grundlage werden alle Staaten von 2024 an nach gleichen Standards über ihre Klimaschutzaktivitäten berichten.

Offen geblieben waren in Katowice die Detailregeln zum Emissionshandel. Die Verhandlungen dazu werden jetzt in Madrid fortgesetzt. Im Ergebnis sollen Emissionsminderungen unter klaren Voraussetzungen auch im Ausland erbracht werden können, z.B. durch Wiederaufforstungsprojekte. Dabei soll in jedem Fall sichergestellt werden, dass sich nur ein Land die Emissionsminderung anrechnen kann und die Minderung nicht doppelt verbucht wird.

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