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Presseerklärung des Sicherheitsrats zu den Terroranschlägen in Kabul und Nangarhar (Afghanistan)

13.05.2020 - Pressemitteilung

Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten auf das Schärfste die am 12. Mai 2020 verübten abscheulichen und feigen Terroranschläge in Afghanistan, bei denen mindestens 20 Zivilpersonen, darunter Frauen und Kinder, in einer MSF-Klinik in Kabul und mindestens 24 Zivilpersonen bei einer Beerdigung in der Provinz Nangarhar getötet wurden. Die Anschläge ereigneten sich im Monat des Ramadan. Die Organisation Islamischer Staat in Irak und der Levante-Provinz Khorasan hat sich zu dem Anschlag in Nangarhar bekannt.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats sprachen den Familien der Opfer und der Regierung Afghanistans ihr tief empfundenes Mitgefühl und Beileid aus und wünschten den Verletzten eine rasche und vollständige Genesung. Sie unterstrichen die Forderung des Generalsekretärs nach einem weltweiten Waffenstillstand angesichts der derzeitigen COVID-19-Pandemie.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats bekräftigten, dass der Terrorismus in allen seinen Arten und Erscheinungsformen eine der schwersten Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit darstellt. Vorsätzlich auf Säuglinge, Kinder, Mütter und Gesundheitspersonal zielende Angriffe sind besonders abscheulich und müssen verurteilt werden.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats unterstrichen, dass diejenigen, die diese verwerflichen terroristischen Handlungen begangen, organisiert, finanziert und gefördert haben, zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gestellt werden müssen, und forderten alle Staaten nachdrücklich auf, im Einklang mit ihren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht und den einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats mit der Regierung Afghanistans und allen anderen zuständigen Behörden in dieser Hinsicht aktiv zusammenzuarbeiten. 

Die Mitglieder des Sicherheitsrats erklärten erneut, dass alle terroristischen Handlungen verbrecherisch und nicht zu rechtfertigen sind, gleichviel aus welchen Beweggründen und wo, wann und von wem sie begangen werden. Sie bekräftigten, dass alle Staaten Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit durch terroristische Handlungen mit allen Mitteln bekämpfen müssen, im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen und sonstigen Verpflichtungen nach dem Völkerrecht, einschließlich der internationalen Menschenrechtsnormen, des Flüchtlingsvölkerrechts und des humanitären Völkerrechts.

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