Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Presseerklärung des Sicherheitsrats zu den Terrorakten in der Region des Tschadseebeckens

01.04.2020 - Pressemitteilung

Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten auf das Schärfste den abscheulichen und feigen Terroranschlag, der am 23. März 2020 in Boma (Tschad) verübt wurde und bei dem mindestens 98 Menschen getötet und 47 verletzt wurden, sowie den Anschlag, der am selben Tag bei Goneri im Staat Yobe (Nigeria) auf Militärfahrzeuge verübt wurde und zum Verlust von mindestens 47 Menschenleben führte.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats sprachen den Familien der Opfer und den Regierungen Tschads und Nigerias ihr tief empfundenes Mitgefühl und Beileid aus und wünschten den Verletzten eine rasche und vollständige Genesung.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats bekräftigten, dass der Terrorismus in allen seinen Arten und Erscheinungsformen eine der schwersten Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit darstellt.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats würdigten die Bemühungen der Länder in der Region des Tschadseebeckens, den Terrorismus, insbesondere durch den Multinationalen Gemeinsamen Einsatzverband, wirksam zu bekämpfen, und bekundeten ihre Solidarität mit den Regierungen Tschads und Nigerias in ihrem Kampf gegen den Terrorismus und den Gewaltextremismus, der den Terrorismus begünstigt.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats unterstrichen, dass diejenigen, die diese verwerflichen terroristischen Handlungen begangen, organisiert, finanziert und gefördert haben, zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gestellt werden müssen, und forderten alle Staaten nachdrücklich auf, im Einklang mit ihren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht und den einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats mit den Ländern der Region des Tschadsee- beckens und allen anderen zuständigen Behörden in dieser Hinsicht aktiv zusammenzuarbeiten.  

Die Mitglieder des Sicherheitsrats erklärten erneut, dass alle terroristischen Handlungen verbrecherisch und nicht zu rechtfertigen sind, gleichviel aus welchen Beweggründen und wo, wann und von wem sie begangen werden. Sie bekräftigten, dass alle Staaten Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit durch terroristische Handlungen mit allen Mitteln bekämpfen müssen, im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen und sonstigen Verpflichtungen nach dem Völkerrecht, einschließlich der internationalen Menschenrechtsnormen, des Flüchtlingsvölkerrechts und des humanitären Völkerrechts.

nach oben