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Menschenrechtsbeauftragte zum Welttag der Humanitären Hilfe

18.08.2019 - Pressemitteilung

Anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe am 19.08. erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler:

Die Zahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, ist in den letzten Jahren beständig angewachsen und hat im Juli 2019 den traurigen Rekord von 141,7 Mio. erreicht.

Auch angesichts der wachsenden humanitären Bedarfe ist es entscheidend, dass humanitäre Hilfe auch und noch stärker durch Frauen geleistet wird. Noch befinden sich unter den humanitären Helfern aber weit weniger Frauen als Männer. Am heutigen Welttag der Humanitären Hilfe möchte ich daher ein besonderes Augenmerk auf humanitäre Helferinnen werfen. Auf all jene Frauen, die im Dienst der humanitären Hilfe immer wieder Leben und Gesundheit riskieren, um Menschen zu unterstützen, die aufgrund von Kriegen, Epidemien oder Naturkatastrophen in Not geraten sind. Gleichzeitig gedenken wir der Frauen, die ihr Leben bei dieser wichtigen Arbeit verloren haben. Der Mehrwert der Hilfeleistung durch Frauen ist unumstritten. Sie treffen beispielsweise vielerorts auf mehr Akzeptanz und haben einen besseren Zugang zu Teilen der betroffenen Bevölkerung, insbesondere zu notleidenden Frauen und Mädchen. Besonders der Zugang in Bezug auf gendersensitive Themen (z.B. Sensibilisierung und Beratung zu HIV/AIDS, Geburtshilfe, sexualisierte Gewalt, etc.) kann für männliche Helfer erschwert sein. Aber auch in vielen anderen Bereichen der internationalen humanitären Hilfe leisten Frauen einen unersetzlichen Beitrag und müssen darum gleichberechtigten Zugang zum Berufsfeld haben.

Die Bundesregierung möchte sich gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen zukünftig noch stärker dafür engagieren, dass Frauen mehr und bessere Möglichkeiten bekommen, in der humanitären Hilfe tätig zu werden.Gleichzeitig setzen wir uns mit Nachdruck für einen besseren Schutz von humanitären Helferinnen und Helfern ein. Dafür hat Deutschland im April im VN-Sicherheitsrat zusammen mit Frankreich die Initiative für einen “Humanitarian Call for Action” gestartet. Wir werden weiter dranbleiben!

Nur wenn das humanitäre Völkerrecht eingehalten und die humanitären Prinzipien respektiert werden, können humanitäre Helferinnen und Helfer ihren so wertvollen Dienst am Leben notleidender Menschen leisten.
 
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